Zwei Männer am Schreibtisch

Neue Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (SüwVO Abw) in Kraft

Neue Verordnung zur Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (SüwVO Abw) in Kraft

(vom 20.08.2020)

 Mit Datum vom 13. August 2020 wurde die SüwVO Abw neu gefasst.

Über die wichtigsten Änderungen sowie über die Regelungen, die beibehalten wurden, informieren wir Sie hier:

Was ändert sich?

  • In Wasserschutzgebieten entfällt für Leitungen, die häusliches Abwasser führen, die Frist zur Erstprüfung bis 2020.
  • Neu eingeführt werden für diese Leitungen eine unverzügliche Prüfpflicht  „im Verdachtsfall“ sowie eine Benennung der Verdachtsfälle.
  • Für Leitungen, die häusliches Abwasser führen, entfällt auch die Pflicht zu einer Wiederholungsprüfung nach 30 Jahren.
  • Der Verweis auf die DIN 1986-30 und DIN EN 1610 entfällt und es wird auf die „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ verwiesen.
  • Für öffentliche Grundstücksanschlussleitungen gelten die gleichen Anforderungen, wie für die privaten Leitungen. In der SüwVO Abwasser wird hierzu in Anlage 1 die Zeile 1a geändert.

Was bleibt?

  • Sämtliche Regelungen zu industriell, gewerblichem Abwasser bleiben bestehen.
  • Die Prüfpflichten aus der Frist 2015 bleiben auch für häusliches Abwasser (Baujahre vor 1965) bestehen.
  • Die Betreiberpflichten nach WHG §§ 60, 61 gelten weiterhin für Grundstückseigentümer
  • Die Unterrichtungs- und Beratungspflicht der Gemeinde bleibt bestehen (LWG § 46)
  • Die Möglichkeit der Gemeinde Fristen in Satzungen zu regeln besteht weiterhin (LWG § 46)

Kurz gefasst

Die Frist 2020 für die Zustands- und Funktionsprüfung an privaten Abwasserleitungen im WSG, die häusliches Abwasser führen, wurde gestrichen und im Gegenzug durch eine „Verdachtsfall-Regelung“ ergänzt.

Sämtliche Prüffristen für industrielles und gewerbliches Abwasser wurden dagegen beibehalten.

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